Was soll ich tun, wenn ich PPA-Symptome bei einem Angehörigen oder einem/r Freund/in bemerke?
- Konsultieren Sie den Hausarzt oder Hausärztin und besprechen Sie die Symptome. Besprechen Sie die Vorstellung bei einem/r NeurologIn und anschließend in einer Spezialambulanz.
- Dokumentieren Sie den Beginn und den Verlauf der Sprach- und/oder Sprechprobleme:
- Wann hat es begonnen?
- Welche Probleme treten im Alltag auf? Notieren Sie auch typische Beispiele und Situationen.
- Wie haben sich die Probleme über die Zeit verändert? Welche Konsequenzen zieht die Beeinträchtigung mit sich?
- Der Hausarzt oder die Hausärztin wird eine kognitive Testung und eine Bildgebung des Gehirns (CT oder MRT) sowie eine Blutuntersuchung veranlassen, um andere Ursachen auszuschließen.
- Der Hausarzt oder die Hausärztin kann Sie zu einem spezialisierten Neurologen verweisen, um eine detailliertere Diagnostik vorzunehmen.
- Um die Sprach- und/oder Sprechprobleme zu spezifizieren ist eine Beurteilung der Sprache und des Sprechens durch eine/n LogopädIn oder SprachtherapeutIn notwendig. Weiterhin wird eine logopädische Behandlung zum Aufbau und Erhalt der Kommunikationsfähigkeiten empfohlen.
- Derzeit gibt es keine medikamentöse Behandlung, die PPA heilen kann. Wenn eine Alzheimer-Pathologie zugrunde liegt (z.B. bei der logopenischen Variante), können Acetylcholinesterase-Hemmer (Aricept [Donepezil] oder Exelon [Rivastigmin]) angewendet werden.
- Wenn Veränderungen des Verhaltens bemerkt werden, sollte dies notiert und mit dem Hausarzt besprochen werden, um die Symptome zu behandeln.
- In jedem Fall wird empfohlen grundlegende Empfehlungen für eine gute kognitive Gesundheit, wie ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichend Schlaf und anregende soziale Aktivitäten umszusetzen: https://www.nia.nih.gov/health/brain-health/cognitive-health-and-older-adults